Neumond am 9. Dezember 2026:
der Schützemond
Im Dezember kommt die Dunkelheit früh. In den Fenstern brennen Lichterketten, auf dem Tisch steht der Adventskranz. Vieles soll noch fertig werden, bevor das Jahr zu Ende geht. Gleichzeitig wächst die Sehnsucht nach einem Abend, an dem nichts mehr von uns erwartet wird.
In diese Wochen fällt der letzte Neumond des Jahres. Er steht im Schützen, dem Zeichen der Weite, der Sinnsuche und des Vertrauens. Seine Frage begleitet mich durch diese dunklen Tage:
Worauf vertraue ich, wenn ich den Weg noch nicht sehe?
Vielleicht gibt es etwas, das du im kommenden Jahr verändern möchtest. Einen Wunsch, für den dir noch die Worte fehlen. Oder eine Richtung, die dich anzieht, obwohl du nicht weißt, wohin sie führt.
Dieser Neumond ist für mich eine Gelegenheit, genauer hinzuhören. Was trägt schon? Was möchte wachsen? Und was braucht dafür mehr Zeit, als ich ihm bisher zugestehe?
Hier findest du die Zeiten zum Neumond und zur wachsenden Mondsichel, meine Deutung mit Astrologie, Human Design und Tarot sowie ein Ritual mit einem Zweig, der im Winter aufblühen kann.
- Neumond im Schützen
- am 9. Dezember um 1:51 Uhr
- Erste Mondsichel
- ab dem 11. Dezember
- Wintersonnwende
- am 21. Dezember
Wann ist der Neumond im Dezember 2026?
Der Neumond ist am Mittwoch, dem 9. Dezember 2026, um 1:51 Uhr MEZ. In der tropischen Astrologie stehen Sonne und Mond dann gemeinsam im Schützen.
Den Neumond selbst kannst du nicht sehen. Von der Erde aus steht der Mond nahe bei der Sonne am Himmel; seine beleuchtete Hälfte ist von uns abgewandt.
In den folgenden Tagen erscheint die wachsende Sichel wieder am Abendhimmel. Am Donnerstag steht sie noch sehr tief in der Dämmerung. Am Freitag, dem 11. Dezember, sind die Bedingungen günstiger: Die Sonne geht um 16:09 Uhr unter, der Mond um 17:56 Uhr. Suche die Sichel nach Sonnenuntergang tief am südwestlichen Himmel.
Am Samstag, dem 12. Dezember, steht sie höher und geht erst um 19:06 Uhr unter. Ein klarer Himmel und ein freier Blick zum Horizont helfen bei der Beobachtung.
Je nach Wohnort liegen diese Zeiten einige Minuten früher oder später, im Osten früher als im Westen.
| Mondphase | Datum | Uhrzeit |
|---|---|---|
| Vollmond in den Zwillingen | 24. November 2026 | 15:53 Uhr MEZ |
| Neumond im Schützen | 9. Dezember 2026 | 1:51 Uhr MEZ |
| Vollmond im Krebs | 24. Dezember 2026 | 2:28 Uhr MEZ |
Die Zeitpunkte der Mondphasen gelten für ganz Deutschland.
Der Himmel beim Neumond
So steht der Himmel am 9. Dezember 2026 um 1:51 Uhr MEZ, von der Erde aus gesehen. Sonne und Mond stehen dicht beieinander im Schützen. Deshalb bleibt der Mond unsichtbar. Tippe einen Planeten an, dann siehst du sein Zeichen und sein Tor im Human Design.
Der Schütze: woran ich mich ausrichte
Der Schütze ist ein veränderliches Feuerzeichen und wird Jupiter zugeordnet. In der Astrologie steht er für Sinn, Zuversicht und den Wunsch, über das Bekannte hinauszublicken. Er fragt, wie einzelne Erfahrungen zu einem größeren Bild gehören.
Am Jahresende liegt diese Frage nahe. Wir schauen zurück und versuchen zu verstehen, was dieses Jahr mit uns gemacht hat. Manche Ereignisse lassen sich gut einordnen. Andere bleiben widersprüchlich oder offen.
Zur Schützesymbolik gehört auch die Versuchung, zu schnell eine Erklärung zu finden. Dann soll jede Schwierigkeit eine Lektion gewesen sein und jede Enttäuschung ihren höheren Sinn haben. Doch manches braucht Abstand, bevor wir überhaupt wissen, was wir darüber denken.
Für mich beginnt Vertrauen dort, wo ich eine offene Frage stehen lassen kann und trotzdem eine Richtung finde.
Vielleicht weißt du noch nicht, wie sich dein Alltag verändern soll. Aber du weißt, dass du mehr Zeit für Menschen möchtest, bei denen du dich wohlfühlst. Vielleicht ist dein nächstes Ziel unklar. Doch du merkst, welche Arbeit dir etwas bedeutet.
Was ist mir wichtig genug, dass ich ihm auch ohne fertigen Plan Raum geben möchte?
Wo trifft dich dieser Mond?
Wähle deinen Aszendenten. Dann siehst du, in welchem Bereich deines Horoskops dieser Neumond etwas Neues anstößt.
Der letzte Neumond vor der Wintersonnwende
Die Wintersonnwende am 21. Dezember liegt noch knapp zwei Wochen vor uns. Danach werden die Tage allmählich wieder länger. Auch die Rauhnächte und der Jahreswechsel rücken näher.
Für mich gehört dieser Neumond deshalb zu einer Zeit des Übergangs. Das alte Jahr wirkt noch nach, während sich erste Wünsche für das neue zeigen. Beides darf nebeneinanderstehen.
Astrologisch fallen mehrere Richtungswechsel in die Tage danach: Saturn wird am 11. Dezember direktläufig, Neptun am 12. Dezember. Jupiter beginnt am 13. Dezember seine Rückläufigkeit. Gemeint ist jeweils die scheinbare Bewegung der Planeten entlang des Tierkreises, von der Erde aus betrachtet. Die Daten beziehen sich auf MEZ.
Besonders Jupiter interessiert mich bei diesem Neumond, weil er dem Schützen zugeordnet ist. Seine bevorstehende Rückläufigkeit lese ich als Anlass, die eigenen Vorstellungen von Wachstum und Glück zu überprüfen.
Was habe ich mir Anfang des Jahres gewünscht? Wünsche ich es mir noch? Und wo ist etwas wertvoll geworden, das damals gar nicht auf meinem Plan stand?
- 9.Neumond im Schützen
- 11.Saturn wird direktläufig
- 12.Neptun wird direktläufig
- 13.Jupiter wird rückläufig
- 21.Wintersonnwende
Welche Erfahrung hat meinen Blick auf das Leben verändert?
Die Tore im Human Design: mein Rhythmus und die Lust auf Veränderung
Zum genauen Neumond stehen Sonne und Mond im Human-Design-Mandala noch in Tor 5. Die Erde steht gegenüber in Tor 35. Diese Zuordnung ergibt sich aus ihrer Position kurz vor 17° Schütze beziehungsweise Zwillinge.
In diesen beiden Toren begegnen sich Themen, die gerade zum Jahresende vertraut sein können: das Bedürfnis nach einem verlässlichen Rhythmus und der Wunsch, etwas Neues zu erleben.
Tor 5: dem eigenen Rhythmus vertrauen
Tor 5 gehört zum Sakralzentrum. Im Human Design wird es mit festen Rhythmen und dem Warten auf den passenden Zeitpunkt verbunden.
Im Dezember geben oft andere den Takt vor: Termine, Öffnungszeiten, Einladungen, letzte Abgaben. Dabei lässt sich leicht überhören, wann wir müde werden oder wie viel Ruhe zwischen zwei Verabredungen nötig wäre.
Ich lese Tor 5 hier als Einladung, den eigenen Alltag genauer wahrzunehmen. Welche wiederkehrenden Dinge tun mir gut? Ein Morgen ohne Eile, regelmäßige Mahlzeiten, ein freier Abend? Und was geschieht, wenn ich diese Dinge wochenlang verschiebe?
Auch ein Wunsch hat nicht automatisch deshalb seinen richtigen Zeitpunkt erreicht, weil bald ein neues Kalenderjahr beginnt.
Was braucht bei mir einen verlässlichen Platz, damit Neues wachsen kann?
Tor 35: Erfahrungen, die etwas verändern
Tor 35 gehört zum Kehlzentrum und wird als Tor der Veränderung bezeichnet. Es steht innerhalb des Systems für den Wunsch nach neuen Erfahrungen und dafür, Erlebtes mit anderen zu teilen. Dazu gehört auch eine Unruhe, die immer schon nach dem Nächsten sucht.
Am Jahresende kann sich das in einem vertrauten Gedanken zeigen: Im nächsten Jahr wird alles anders.
Manchmal steckt darin eine klare Sehnsucht. Manchmal ist es die Hoffnung, dass ein neuer Anfang uns die Auseinandersetzung mit dem erspart, was gerade schwierig ist. Es lohnt sich, diesen Unterschied zu erkunden.
Welche Veränderung wünsche ich mir wirklich – und was erhoffe ich mir von ihr?
Zusammen führen mich die beiden Tore zu dieser Frage:
Wie kann ich mich auf Neues einlassen und dabei meinen eigenen Rhythmus achten?
Diese Verbindung ist meine Deutung der Neumondthemen. Für persönliche Entscheidungen bleiben im Human Design die eigene Strategie und Autorität maßgeblich.
Die Karten: Wandel und das eigene Maß
In der astrologischen Tarotzuordnung der Golden-Dawn-Tradition gehört die Mäßigkeit zum Schützen. Das Rad des Schicksals wird Jupiter zugeordnet. Für diesen Neumond verbinde ich beide Karten mit dem Blick auf das vergangene Jahr und der Frage, wie wir weitergehen möchten.
X · Das Rad des Schicksals: was sich verändert hat
In der Bildfassung von Pamela Colman Smith (1909) schwebt ein großes Rad zwischen Wolken. Eine Sphinx sitzt oben, seitlich bewegen sich Gestalten aufwärts und abwärts. Das Bild verbindet Bewegung mit etwas, das inmitten dieser Bewegung Bestand hat.
Zum Jahresende erinnert mich das Rad daran, wie viel sich unserer Planung entzieht. Begegnungen, Abschiede und unerwartete Möglichkeiten verändern den Verlauf eines Jahres. Manches davon können wir beeinflussen, manches müssen wir erst einmal verarbeiten.
Beim Rückblick möchte ich deshalb auch wahrnehmen, wie ich auf Veränderungen reagiert habe. Wo habe ich Unterstützung gefunden? Was habe ich neu gelernt? Wo brauche ich noch Zeit?
Was hat sich in diesem Jahr verändert, und wie möchte ich damit weiterleben?
XIV · Die Mäßigkeit: was zusammenfinden möchte
Auf der Karte steht eine Engelsgestalt mit einem Fuß im Wasser und dem anderen auf dem Land. Zwischen zwei Kelchen fließt eine Flüssigkeit. Ein Weg führt in die Ferne, zu einem Licht am Horizont.
Die Mäßigkeit bringt unterschiedliche Elemente miteinander in Verbindung. Schon in Waites Beschreibung geht es um ein Zusammenwirken und Harmonisieren.
Für mich liegt darin eine Frage, die über das übliche „Mach weniger“ hinausgeht: Wie können die verschiedenen Bedürfnisse in meinem Leben Platz finden?
Vielleicht möchtest du Weihnachten mit anderen feiern und brauchst zugleich Zeit allein. Vielleicht freust du dich auf einen Aufbruch und hängst noch an dem, was du zurücklässt. Die Mäßigkeit lädt mich ein, diese Bedürfnisse ernst zu nehmen und eine Form zu finden, in der sie zusammenpassen.
Welche Mischung aus Nähe und Rückzug, Vertrautem und Neuem tut mir gerade gut?
Gemeinsam fragen die beiden Karten für mich:
Was nehme ich aus diesem Jahr mit, und wie möchte ich damit weitergehen?
Ein Impuls für deinen Human-Design-Typ
Die folgenden Fragen verbinden die Neumondthemen mit den Typen im Human Design. Nimm sie als Anregungen zur Selbstbeobachtung.
Generator
Welche Aufgaben lassen dich zufrieden zurück, und welche übernimmst du vor allem, weil sie noch vor Jahresende erledigt sein sollen? Achte auf deine sakrale Reaktion. Bei emotionaler Autorität gehört Zeit für Klarheit dazu.
Manifestierender Generator
Welche deiner Ideen möchtest du tatsächlich weiterverfolgen? Beobachte, worauf du reagierst, und welche Vorhaben du gerade nur aus Gewohnheit mitträgst. Bei emotionaler Autorität braucht auch ein begeistertes erstes Ja noch Zeit.
Projektor
Wo wird dein Blick geschätzt? Und wie viel Raum bleibt zwischen deinen Verpflichtungen, um wieder bei dir anzukommen? Eine Einladung darf zu deinem Leben und deiner Kraft passen.
Manifestor
Welche Veränderung möchtest du selbst anstoßen? Gib deiner Autorität Raum und informiere die Menschen, die von deinem Vorhaben betroffen sind, sobald deine Entscheidung steht.
Reflektor
Welche Wünsche bleiben bestehen, wenn du sie über mehrere Wochen beobachtest? Der im Human Design empfohlene Mondzyklus für wichtige Entscheidungen beginnt nicht zwingend an einem Neumond. Auch der Jahreswechsel setzt deiner Klarheit keine Frist.
Mein Neumond
Auch beim letzten Neumond des Jahres bleibe ich bei meinem vertrauten Rahmen. Ich zünde eine Kerze an und gebe dem Dunkelmond ein wenig Raum. Ich nehme mir Zeit für mein Journal, lege mir die Karten und trinke dazu eine Tasse rituellen Kakao.
Gerade im Dezember, wenn um mich herum so viel los ist, tut mir dieser stille Abend gut.
Ein kleines Ritual: ein Zweig, der im Winter aufblüht
Am 4. Dezember, dem Barbaratag, werden traditionell Zweige geschnitten und ins Wasser gestellt, damit sie zu Weihnachten blühen. Für diesen Neumond greife ich das Bild auf: In einem winterlichen Zweig ist bereits etwas angelegt, das sich erst nach und nach zeigt.
Du brauchst einen Zweig mit rundlichen Blütenknospen, etwa von einer Kirsche oder Forsythie, eine Vase, einen kleinen Zettel und ein Band. Verwende einen Zweig aus dem eigenen Garten oder frage vorher, ob du einen schneiden darfst.
Eine vorausgegangene Kälteperiode begünstigt das Aufblühen. Schneide den Zweig frisch und schräg an und stelle ihn in eine saubere Vase mit Wasser. Wähle einen hellen Platz abseits von Heizung und Ofen. Wechsle alle drei bis vier Tage das Wasser und reinige dabei die Vase.
Wann sich Blüten öffnen, hängt vom Gehölz und den Bedingungen ab. Es können einige Wochen vergehen.
Bevor du den Zweig aufstellst, nimm dir einen Moment für diese Frage:
Was möchte ich im kommenden Jahr aufblühen lassen?
Schreib deinen Wunsch auf den Zettel. Ergänze darunter etwas, das du selbst dazu beitragen kannst: Zeit freihalten, ein Gespräch beginnen, regelmäßig üben oder Unterstützung suchen.
Binde den Zettel locker an den Zweig oder lege ihn neben die Vase. Schau in den kommenden Wochen immer wieder nach den Knospen. Beim Wasserwechsel kannst du dich fragen, ob auch dein Wunsch gerade etwas Aufmerksamkeit braucht.
Lies deinen Zettel zum Jahreswechsel noch einmal. Vielleicht hat sich dein Wunsch bereits verändert. Vielleicht ist er deutlicher geworden.
- Eine Kerze anzünden
- Meinen rituellen Kakao zubereiten
- Zeit für mein Journal
- Eine Legung mit meinen Karten
- ein Zweig mit rundlichen Blütenknospen, etwa von Kirsche oder Forsythie
- eine saubere Vase mit Wasser
- ein kleiner Zettel und ein Band
Die Legung „Ein Licht für den Weg“
Diese Legung nimmt die Leitfrage des Neumonds auf: Worauf vertraue ich, wenn ich den Weg noch nicht sehe?
Mische dein Deck und ziehe drei Karten. Lege zwei nebeneinander und die dritte mittig darüber, sodass die Form einer kleinen Flamme entsteht.
- 1
Unten links
Welche Erfahrung gibt mir heute Halt?
- 2
Unten rechts
Was braucht Zeit, um sich zu entwickeln?
- 3
Oben
Welchen nächsten Schritt kann ich jetzt erkennen?
Beginne mit den beiden unteren Karten. Betrachte, was dir bereits zur Verfügung steht und wo du noch Geduld brauchst. Lies anschließend die obere Karte im Zusammenhang mit beiden.
Schreib dir auf, welche Gedanken oder Möglichkeiten die Bilder in dir auslösen. Vielleicht entsteht daraus ein konkreter Schritt. Vielleicht wird zunächst eine Frage klarer, der du weiter nachgehen möchtest.
Für einen kurzen Impuls genügt eine Karte: Was hilft mir, meinen nächsten Schritt zu finden?
Du möchtest wissen, wie ich mit den Karten arbeite, oder hast noch kein eigenes Deck? Auf der Seite So arbeite ich mit Tarot erzähle ich davon, und du kannst dort drei Karten ziehen.
Weiter mit dem Mond
Am 24. Dezember um 2:28 Uhr folgt der Vollmond im Krebs, in der Nacht zu Heiligabend.
In der Monatsenergie Dezember findest du alle Termine des Monats und weitere Gedanken zu den astrologischen Themen dieser Zeit.
Auf meiner Seite zu Jul findest du meine Gedanken zur Wintersonnwende und zu meinen 13 Wünschen. Auf der Seite zu den Rauhnächten erzähle ich, wie ich die Zeit zwischen den Jahren für mich nutze.
Wenn du ein anderes Ritual für diesen Abend suchst, findest du auf meiner Rituale-Seite auch das Neumondritual mit Kresse und das Knotenritual.
Wenn aus dem Neumondthema deine eigene Frage wird
Vielleicht ist beim Lesen ein Wunsch deutlicher geworden. Du möchtest etwas verändern und herausfinden, was dir dabei Orientierung geben kann.
In meinen persönlichen Readings verbinde ich dein Geburtshoroskop und dein Human Design mit deiner Lebenssituation und deiner Frage. Du erhältst einen individuellen Blick auf deine Themen und Anregungen für deine nächsten Schritte.

