Energie
und Seele
Wissen & Impulse · Tarot

So arbeite ich mit Tarot

Die Antwort steht nicht auf der Karte.

Tarot ist für mich kein Blick in die Zukunft. Tarot ist für mich eine Pause.

Ich zünde eine Kerze an, nehme meine Karten und komme für einen Moment bei mir an. Dann ziehe ich eine Karte. Nicht, um zu erfahren, was kommt, sondern um zu sehen, was ich übersehe.

Manchmal ist es nur ein kleines Detail, manchmal ein Gefühl beim Umdrehen. Und plötzlich entsteht ein Gedanke, der vorher keinen Raum hatte.

Grundlagen

Was Tarot ist

Ein klassisches Tarot hat 78 Karten. Die 22 Karten der Großen Arkana (Arkana heißt übersetzt „Geheimnisse“) erzählen von grundlegenden Lebensthemen wie Aufbruch und Veränderung. Die 56 Karten der Kleinen Arkana zeigen, wie dir solche Themen im Alltag begegnen.

Die Karten erzählen in Bildern, durch Figuren, Gesten, Landschaften und Symbole. Viele klassische Decks bauen auf den Bildern von Pamela Colman Smith auf. Sie hat sie 1909 gezeichnet, und ihre Bildsprache prägt das Tarot bis heute. Für die Legung auf dieser Seite verwende ich ihre Originalbilder. Darin liegt für mich die Kraft: Ein Bild kann dir etwas zeigen, bevor du es in Worte fassen kannst.

78 Karten

22Große Arkanadie großen Lebensthemen
56Kleine Arkanawie sie dir im Alltag begegnen

Ich selbst lege am liebsten mit dem Licht-und-Schatten-Tarot von Chris-Anne. Welches Deck zu dir passt, kannst nur du herausfinden. Schau, bei welchen Karten sofort etwas in dir anklingt und wo Gefühle hochkommen, sobald du sie ansiehst. Das ist ganz unterschiedlich, und du darfst dir das Deck suchen, das zu deinen Bedürfnissen passt.

Meine Haltung

Was eine Karte kann und was nicht

Eine Karte nimmt dir nie eine Entscheidung ab. Aber manchmal zeigt sie dir, was längst da war und was du gerade einfach nicht sehen kannst.

Es ist ein bisschen wie mit einem Bild, an dem du jeden Tag im Flur vorbeigehst. Eines Morgens fällt dir ein Detail auf, das immer schon da war. Das Bild hat sich nicht verändert. Du schaust nur anders hin.

Und manchmal weißt du schon beim Umdrehen, was deine Antwort ist. Nicht, weil die Karte die Zukunft kennt, sondern weil du erkennst, was sie in dir berührt.

Deshalb ist die Frage so wichtig. Ob ein anderer Mensch zurückkommt, lässt sich aus keiner Karte ablesen. „Was brauche ich, um gut für mich zu sorgen?“ öffnet dagegen einen Raum, in dem du selbst eine Antwort finden kannst.

Ich frage deshalb nie:

Was kommt auf mich zu?

Ich frage:

Was übersehe ich gerade?

Schwere Karten

Und die Karten, die erschrecken?

Karten wie der Tod oder der Turm können im ersten Moment erschrecken. In meiner Arbeit sagen sie kein Unglück voraus. Den Tod lese ich als Bild für Abschied und Veränderung, den Turm für Momente, in denen eine bisherige Gewissheit ins Wanken gerät. Welche Verbindung du darin zu deinem Leben findest, darf offenbleiben.

Meine Arbeit

Tarot in meiner Arbeit

Ich begleite dich dabei, dich selbst besser zu verstehen. Human Design, Astrologie und Tarot sind meine Werkzeuge dafür. Dein Human-Design-Chart und dein Geburtshoroskop schauen aus zwei Richtungen auf deine Stärken und auf die Themen, die immer wiederkehren. Mit Tarot richte ich den Blick auf das, was dich jetzt beschäftigt.

  • Human Designdein Chart, aus der einen Richtung
  • Astrologiedein Geburtshoroskop, aus der anderen
  • Tarotdas, was dich jetzt beschäftigt
Zum Ausprobieren

Deine drei Karten

Probier es selbst. Nimm dir einen Moment, atme durch und denk an das, was dich beschäftigt. Dann zieh deine drei Karten. Gezogen wird aus den 22 Karten der Großen Arkana.

Karte 1Wo stehe ich gerade?
Karte 2Was brauche ich?
Karte 3Was könnte mein nächster Schritt sein?

Tippe eine Karte an, um sie umzudrehen.

Schau dir zuerst das Bild an, bevor du den Impuls liest. Wo bleibt dein Blick hängen? Nimm deinen ersten Eindruck ernst. Der Impuls kann ihn ergänzen und dir weitere Blickwinkel öffnen.

Mit deinem Deck

So legst du mit deinem eigenen Deck

Such dir einen ruhigen Moment. Mir hilft eine Kerze beim Ankommen, vielleicht hast du dein eigenes kleines Zeichen dafür. Misch die Karten so lange, bis es sich richtig anfühlt. Eine Regel gibt es dafür nicht.

Leg dann drei Karten von links nach rechts nebeneinander. Die linke betrachtest du mit der Frage: Wo stehe ich gerade? Die mittlere mit der Frage: Was brauche ich? Und die rechte mit der Frage: Was könnte mein nächster Schritt sein?

Schau dir die Bilder an, bevor du ins Begleitheft schaust. Wo fällt dein Blick zuerst hin? Schreib auf, was dir einfällt, auch wenn es dir komisch vorkommt.

Und wenn eine Karte gar nichts in dir auslöst? Dann ist das in Ordnung. Du musst nicht in jeder Karte eine Botschaft finden.

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  1. 1Wo stehe ich gerade?
  2. 2Was brauche ich?
  3. 3Was könnte mein nächster Schritt sein?
Wenn du tiefer schauen möchtest

Dein ganzes Bild

Vielleicht hat eine der Karten ein Thema berührt, das dich schon länger begleitet. In meinen Readings verbinde ich Human Design und Astrologie zu einem persönlichen Blick auf deine Stärken und auf die Muster, die sich wiederholen. Daraus entstehen Impulse, die du in deinen Alltag mitnehmen kannst.

Eine andere Sicht, eine andere Möglichkeit.
Genau das ist Tarot für mich.

Die Legung ist ein Impuls zum Nachdenken über dich selbst, keine Vorhersage. Kartenbilder: Illustrationen von Pamela Colman Smith, 1909, gemeinfrei.