Sternzeichen Fische:
zwischen Traum und Ufer
Ende Februar liegt der Winter noch in der Luft, aber der Boden wird weicher. Der Schnee taut, die Bäche schwellen an, und alles ist im Übergang. In diese Zeit fallen die Fische.
Für mich sind die Fische das Zeichen, das in Träumen zu Hause ist. Manchmal ist das Rückzug, manchmal Flucht. Sie führen zu einer Frage:
Wovor tauche ich ab?
Vielleicht verlierst du dich in Arbeit oder in den Sorgen anderer, wenn es in dir laut wird. Abtauchen kann heilen. Es kann aber auch verdecken, was eigentlich gesehen werden will.
Hier erfährst du, wofür die Fische in der Astrologie stehen und welche Tore sie im Human Design berühren. Ich zeige dir ihre vier Tarotkarten und ein Ritual für die Fischezeit. Mit deinem Geburtstag findest du heraus, auf welchem Grad deine Sonne steht, und mit deinem Aszendenten, wo die Fische in deinem Horoskop wirken.
- Die Sonne in den Fischen
- 19. Februar bis 20. März
- Element und Qualität
- Wasser, veränderlich
- Herrscher
- Jupiter und Neptun
Die Fische: Wasser, das alles verbindet
Die Fische sind das zwölfte und letzte Zeichen im Tierkreis und ein veränderliches Wasserzeichen. Wasser steht in der Astrologie für Gefühle und Mitgefühl. Veränderlich bedeutet: Dieses Zeichen steht am Ende einer Jahreszeit und kann sich anpassen. In den Fischen löst sich der Winter auf, bevor mit dem Widder der Frühling beginnt.
Traditionell werden sie dem Jupiter zugeordnet, in der modernen Astrologie dem Neptun. Jupiter schenkt Vertrauen und Glauben. Neptun steht für Träume und für alles, was sich nicht greifen lässt.
Ihre Themen sind Mitgefühl und Hingabe, Fantasie und Spiritualität. Die Fische spüren, was zwischen den Zeilen liegt. Grenzen sind für sie durchlässig, zwischen Menschen ebenso wie zwischen Traum und Wirklichkeit. Ihr Bild zeigt zwei Fische, die mit einem Band verbunden sind und in entgegengesetzte Richtungen schwimmen.
Darin liegt auch ihre Herausforderung. Wer alles mitfühlt, braucht Orte, an denen er sich erholen kann. Fehlen sie, wird aus Rückzug schnell Flucht.
Wo fühle ich mit, obwohl es mir längst zu viel ist?
Gegenüber von den Fischen liegt die Jungfrau. Die Jungfrau ordnet und prüft und kümmert sich um das, was konkret zu tun ist. Die Fische lassen los und vertrauen dem Fluss.
Zwischen beiden spannt sich die Achse von Ordnung und Hingabe. Gleich zu Beginn der Fischezeit, in der Nacht zum 21. Februar 2027, steht der Vollmond in der Jungfrau.
Mitgefühl und Vorstellungskraft
Die Fische spüren, was andere bewegt, oft ohne dass ein Wort fällt. Sie verzeihen leicht und schenken Trost, wo andere nicht weiterwissen.
Ihre Fantasie öffnet Türen zur Musik und zur Spiritualität. Sie erinnern daran, dass nicht alles erklärt werden muss.
Grenzenlosigkeit und Flucht
Wenn ihnen alles zu viel wird, tauchen die Fische ab, in Träume oder in die Sorgen anderer. Manchmal opfern sie sich auf, bis von ihnen selbst kaum etwas übrig ist.
Dann hilft die Erinnerung an ihr eigentliches Thema: Hingabe braucht ein Ufer. Wer gut für sich sorgt, kann auch für andere da sein.
Fische als Sonne, Mond oder Aszendent
Dein Sternzeichen ist das Zeichen deiner Sonne. Im Horoskop stehen die Fische aber vielleicht auch bei deinem Mond oder deinem Aszendenten. Dann zeigen sie sich auf andere Weise.
Mitfühlend und durchlässig
Mit der Sonne in den Fischen spürst du viel, oft mehr, als du sagen kannst. Du hast ein feines Gespür für Stimmungen und für das, was andere bewegt. Du erkennst Zusammenhänge, die sich nicht in Worte fassen lassen.
Manchmal weißt du nicht, welche Gefühle deine eigenen sind. Dann brauchst du Rückzug, um wieder bei dir anzukommen. Darin liegt keine Schwäche. Es ist deine Art, dich zu sammeln.
Welche Gefühle gehören wirklich zu mir?
Die Sonne zeigt in der Astrologie, was dich im Kern antreibt und wie du dich entfaltest. Wo sie in deinem Horoskop steht, beschreibt den Bereich, in dem du leuchten möchtest.
Gefühle ohne Ufer
Mit dem Mond in den Fischen fühlst du tief und weich. Du nimmst Stimmungen auf wie ein Schwamm, und manchmal brauchst du lange, um sie wieder loszulassen.
Musik, Wasser und Stille nähren dich. Du brauchst Zeiten, in denen niemand etwas von dir will, damit du dich wieder spürst.
Wo darf ich mich ausruhen, ohne für jemanden da zu sein?
Der Mond zeigt, was du brauchst, um dich sicher und genährt zu fühlen. In den Fischen ist das vor allem Ruhe und das Gefühl, nicht alles allein halten zu müssen.
Sanft und schwer zu greifen
Mit dem Aszendenten in den Fischen wirkst du auf andere sanft und offen. Menschen erzählen dir schnell von sich, oft mehr, als sie vorhatten.
Gleichzeitig ist es nicht leicht, dich zu fassen. Du passt dich an, ohne es zu merken, und zeigst dich manchmal so, wie andere dich gerade brauchen.
Wer bin ich, wenn mich gerade niemand braucht?
Der Aszendent ist das Zeichen, das bei deiner Geburt im Osten aufging. Für ihn brauchst du deine genaue Geburtszeit. Hier kannst du ihn berechnen.
Auf welchem Grad steht deine Sonne?
Die Fische umfassen 30 Grad im Tierkreis. Je nachdem, wo deine Sonne darin steht, gehört sie zu einem anderen Dekan, einem anderen Tor im Human Design und einer anderen Tarotkarte. Gib deinen Geburtstag ein oder schieb selbst durch das Zeichen.
Dein Geburtsdatum wird ausschließlich in deinem Browser berechnet, nicht gespeichert und nicht übertragen.
Sechs Tore in den Fischen
Die 64 Tore des Human Design liegen rund um den Tierkreis. In den Fischen wandert die Sonne vor allem durch den Solarplexus, das Zentrum der Gefühle. Vier der sechs Tore gehören zu ihm: 55, 37, 22 und 36. Für ein Wasserzeichen könnte es kaum besser passen.
Dazwischen liegt Tor 63 im Kopfzentrum, das Tor des Zweifels. Am Ende steht Tor 25 im G-Zentrum, das Tor der Unschuld. Mit ihm wandert die Sonne über die Frühlings-Tagundnachtgleiche in den Widder. Tippe ein Tor an. Darunter steht, wann die Sonne durch dieses Tor wandert.
In meinem eigenen Horoskop steht der Merkur in den Fischen, im Tor 55, gleich am Anfang des Zeichens.
Diese Verbindungen sind meine Lesart beider Systeme. Im Human Design bleiben deine persönliche Strategie und Autorität die Grundlage für Entscheidungen.
Die Karten der Fische: ein Weg vom Abschied zur Fülle
In der astrologischen Tarotzuordnung der Golden-Dawn-Tradition gehört der Mond zu den Fischen. Ihre drei Dekane, die Abschnitte von je zehn Grad, tragen die Acht, die Neun und die Zehn der Kelche.
Hintereinander gelesen erzählen sie für mich eine Geschichte: Erst geht jemand fort von dem, was nicht mehr nährt. Dann kommt die Zufriedenheit mit dem, was ist. Am Ende steht das Glück, das man mit anderen teilt. Der Mond liegt über allem wie ein Traum, der noch nicht ganz klar ist. Tippe eine Karte an.
Der Mond: Wege im Halbdunkel
Auf der Karte in der Bildfassung von Pamela Colman Smith (1909) steht ein Mond am Himmel, mit einem Gesicht, das nach innen schaut. Ein Hund und ein Wolf heulen zu ihm hinauf. Aus einem Teich kriecht ein Krebs an Land. Zwischen zwei Türmen führt ein Weg in die Ferne.
Ich lese diese Karte als Bild für alles, was im Halbdunkel liegt, für Träume und Ahnungen und auch für Ängste. Nicht alles ist so, wie es scheint. Für die Fische ist das ein ehrliches Bild: Sie spüren viel, und nicht jedes Gefühl ist eine Wahrheit.
Welche Angst sieht im Mondlicht größer aus, als sie ist?
Acht der Kelche: Weggehen, wenn etwas nicht mehr nährt
Ein Mann mit Wanderstab geht fort. Hinter ihm stehen acht Kelche, sorgfältig gestapelt. Vor ihm liegen Felsen und Wasser, und über allem steht der Mond.
Diese Karte erzählt vom Weggehen, wenn etwas nicht mehr nährt, obwohl es nach außen vollständig aussieht. Für die Fische, die so lange bleiben, ist das ein mutiges Bild.
Was sieht vollständig aus und nährt mich trotzdem nicht mehr?
Neun der Kelche: Zufrieden mit dem, was da ist
Ein Mann sitzt mit verschränkten Armen auf einer Bank und lächelt. Hinter ihm stehen neun Kelche in einem Bogen auf einem blau verhängten Tisch.
Man nennt sie oft die Wunschkarte. Ich lese darin die Erlaubnis, sich an dem zu freuen, was schon da ist. Für die Fische, die so viel für andere tun, ist das keine Selbstverständlichkeit.
Was darf ich heute genießen, nur für mich?
Zehn der Kelche: Glück, das man teilt
Ein Paar steht Arm in Arm und hebt die Hände zum Himmel. Daneben tanzen zwei Kinder. Über ihnen spannt sich ein Regenbogen mit zehn Kelchen, in der Ferne steht ein Haus.
Diese Karte erzählt von Glück, das man mit anderen teilt. Am Ende der Fische, kurz vor dem Frühling, erinnert sie daran, wofür sich das Mitfühlen lohnt.
Mit wem teile ich mein Glück?
Wo wirken die Fische bei dir?
Auch wenn deine Sonne in einem anderen Zeichen steht: Die Fische haben in deinem Horoskop ihren Platz. Wähle deinen Aszendenten. Dann siehst du, in welchem Lebensbereich du Fischethemen begegnest.
Die Fischezeit für deinen Human-Design-Typ
Vom 19. Februar bis 20. März wandert die Sonne durch die Fische. Die folgenden Fragen verbinden diese Zeit mit den Typen im Human Design. Nimm sie als Anregungen zur Selbstbeobachtung.
Generator
Die Fischezeit lädt zum Loslassen ein. Beobachte, wofür dein Bauch noch ein klares Ja hat und was du nur aus Pflichtgefühl weiterträgst. Bei emotionaler Autorität gehört Zeit dazu, um über deine emotionale Welle hinweg Klarheit zu gewinnen.
Manifestierender Generator
Vieles darf sich jetzt auflösen, bevor im Widder der neue Schwung kommt. Prüfe mit deiner sakralen Antwort, welches Vorhaben du wirklich mitnehmen möchtest, und sag den Menschen Bescheid, die es betrifft.
Projektor
Die Fische spüren, was andere brauchen, und du siehst es oft besonders klar. Achte darauf, nicht ungefragt zu helfen. Deine Kraft ist kostbar, gerade jetzt am Ende des Winters.
Manifestor
Die Fischezeit ist eine Zeit des Rückzugs vor dem neuen Anfang. Gönn dir Ruhe, bevor der nächste Impuls kommt, und sag den Menschen um dich Bescheid, wenn du dich zurückziehst.
Reflektor
Die Fischezeit dauert etwa einen Mondzyklus. Beobachte, welche Stimmungen du aus deiner Umgebung aufnimmst und welche wirklich zu dir gehören. Gib großen Entscheidungen diesen Zyklus Zeit.
Die Fische führen zu Ostara
Am 20. März 2027 um 21:25 Uhr wandert die Sonne in den Widder. Das ist die Frühlings-Tagundnachtgleiche, und wir feiern Ostara. Die Fische sind die letzten Wochen davor, die Zeit zwischen Winter und Frühling.
Gleich zu Beginn, in der Nacht zum 21. Februar, steht der Vollmond in der Jungfrau, gegenüber der Fische-Sonne. In derselben Nacht gibt es eine Halbschatten-Mondfinsternis. Am 8. März ist Neumond in den Fischen. Der Vollmond in den Fischen folgt am 16. September 2027. Alle Termine findest du im Mondkalender 2027.
Was möchte ich auflösen, bevor der Frühling kommt?
Ein Ritual für die Fischezeit: die Salzschale
Die Fische stehen am Ende des Tierkreises. Bevor mit dem Widder etwas Neues beginnt, darf sich das Alte auflösen. Für mich passt dazu ein Ritual mit Wasser und Salz. Salz löst sich im Wasser, ohne zu verschwinden. Es verändert nur seine Form.
So gehst du vor
Stell eine Schale mit warmem Wasser, eine Handvoll Salz und eine Kerze bereit. Zünde die Kerze an und setz dich einen Moment still davor. Leg deine Hände an die Schale und spür die Wärme.
Dann frag dich:
Wovor tauche ich ab?
Nimm eine Prise Salz zwischen die Finger. Sprich leise aus, was du nicht mehr festhalten möchtest, zum Beispiel eine Sorge oder ein Gefühl, das gar nicht deines ist. Streu das Salz ins Wasser und schau zu, wie es sich auflöst. Wiederhole das, so oft es sich stimmig anfühlt.
Zum Schluss tauchst du deine Hände ins Wasser. Gieß es danach unter laufendem Wasser in den Abfluss. So fließt fort, was gehen darf. In den Garten gehört es nicht, denn Salz tut den Pflanzen nicht gut.
- eine Schale mit warmem Wasser
- eine Handvoll Salz
- eine Kerze
- Neumond in den Fischen, 8. März
- die letzten Tage vor Ostara
Die Legung „Die Salzschale“
Diese Legung begleitet das Ritual. Mische dein Deck und ziehe drei Karten. Lege sie nebeneinander und lies sie von links nach rechts.
Das Salz
Was halte ich fest, das sich lösen möchte?
Das Wasser
Was trägt mich, wenn ich loslasse?
Die Schale
Was gibt mir Halt, damit ich mich nicht verliere?
Beginne mit der ersten Karte. Sie zeigt, was du loslassen darfst. Die zweite Karte beschreibt, worauf du vertrauen kannst, wenn du nicht mehr festhältst. Die dritte Karte zeigt, was dir Halt gibt, damit du beim Loslassen bei dir bleibst. Überlege, welcher kleine Schritt bis Ostara dazu passt.
Für einen kurzen Impuls genügt eine Karte: Wovor tauche ich ab?
Du möchtest wissen, wie ich mit den Karten arbeite, oder hast noch kein eigenes Deck? Auf der Seite So arbeite ich mit Tarot erzähle ich davon, und du kannst dort drei Karten ziehen.
Die zwölf Sternzeichen
Jedes Zeichen hat seine eigene Seite, mit seinen Toren, seinen Karten und einem Ritual. Alle zwölf auf einen Blick, mit dem Tierkreis-Rad, findest du in der Übersicht der Sternzeichen.
Wenn aus dem Fischethema deine eigene Frage wird
Vielleicht hast du dich beim Lesen wiedererkannt. Oder du spürst, dass du dich oft in den Gefühlen anderer verlierst und dir ein Ufer wünschst.
In meinen persönlichen Readings verbinde ich dein Geburtshoroskop und dein Human Design mit deiner Lebenssituation. Wir schauen, wo die Fische bei dir wirken und wie Mitgefühl und Selbstfürsorge bei dir zusammenfinden.


